Case Studies
Unsere Erfolgsgeschichten zum Entdecken
Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Zukunftsfähigkeit gezielt zu stärken und einen wirkungsvollen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung zu leisten.

Torqeedo
Entwicklung und Ausarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie
Challenge
Die Torqeedo GmbH als Teil der YAMAHA Unternehmensgruppe verfolgt das Ziel, emissionsarme Mobilität auf dem Wasser zu ermöglichen und zählt bereits zu den weltweiten Marktführern im Bereich elektrischer Bootsantriebe. Im Nachhaltigkeitsbereich wurden zwar bereits einzelne Maßnahmen umgesetzt, jedoch fehlte bislang eine übergeordnete, ganzheitliche Strategie, in die diese Aktivitäten systematisch eingebettet sind.
Zentrale Herausforderungen waren:
- Aufbau einer klaren Nachhaltigkeits-Governance-Struktur
- Integration bestehender Maßnahmen in eine strategische Gesamtlogik
- Vorbereitung auf steigende regulatorische Anforderungen und Berichtspflichten (z. B. ESG/CSRD)
- Nachhaltigkeit intern als auch extern transparent und zielgruppengerecht kommunizieren.
Solution
Wir unterstützten die Torqeedo GmbH bei der Entwicklung einer ganzheitlichen, glaubwürdigen und unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei verfolgten wir einen integrierten Ansatz: Zunächst erarbeiteten wir eine Nachhaltigkeitsstrategie, die eng mit der Unternehmensstrategie verzahnt war, die Erwartungen zentraler Stakeholder berücksichtigte und den langfristigen Geschäftserfolg stärkte. Bereits bestehende Nachhaltigkeitsmaßnahmen wurden systematisch gebündelt, strategisch eingeordnet und gezielt weiterentwickelt. Auf dieser Basis leiteten wir klare Prioritäten und konkrete Handlungsfelder ab, die als Orientierung für die weitere Umsetzung dienten.
Ein zentraler Bestandteil unseres Vorgehens war die operative Verankerung der Strategie im Geschäftsmodell. Hierbei überführten wir die definierten Ziele in umsetzbare Maßnahmen und integrierten sie in bestehende Prozesse und Strukturen, wobei vorhandene Synergien konsequent genutzt wurden. Ergänzend dazu entwickelten wir eine transparente und zielgruppengerechte interne sowie externe Kommunikation der Maßnahmen und Ziele. Der gesamte Prozess erfolgte in enger, kollaborativer Zusammenarbeit mit dem Unternehmen unter Einbindung vorhandener Ressourcen und Strukturen, um eine effiziente und nachhaltige Umsetzung sicherzustellen.
Outcome
Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit war ein klares, strategisches Fundament, das Torqeedo als ganzheitlich nachhaltig agierendes Unternehmen positioniert. Das Unternehmen ist so optimal auf kommende Prüfungen und regulatorische Pflichten vorbereitet. Die systematische Bündelung der Maßnahmen hat zudem zu einer deutlichen Effizienzsteigerung geführt, da Ressourcen nun gezielter in jene Handlungsfelder fließen, die den größten Impact erzielen.
Darüber hinaus hat die operative Integration die Identifikation der Belegschaft mit den Nachhaltigkeitszielen gestärkt und eine neue Dynamik in der internen Unternehmenskultur entfacht. Torqeedo verfügt nun nicht mehr nur über ein grünes Produkt, sondern über eine glaubwürdige ESG-Story, die das Vertrauen von Investoren und Kunden nachhaltig festigt. Die neu gewonnene Transparenz in der Kommunikation sorgte schließlich dafür, dass Torqeedo seine Rolle als Pionier der E-Mobilität auf dem Wasser nun auch auf der strategischen Ebene der Nachhaltigkeit souverän untermauert.
WEKO
Langjährige Unterstützung als verlängerte Nachhaltigkeits-Abteilung
Challenge
Die WEKO Gruppe ist ein etabliertes Familienunternehmen mit über 70 Jahren Erfahrung im Möbelhandel und einem starken Werteverständnis in Bezug auf gesellschaftliche Verantwortung. Trotz erster Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit fehlte bislang eine ganzheitliche strategische Verankerung im Unternehmen.
Zentrale Herausforderungen für die WEKO Gruppe lagen im Aufbau einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie sowie in der aktiven Einbindung aller Mitarbeitenden in den Transformationsprozess. Darüber hinaus war die Identifikation relevanter Handlungsfelder auf Basis fundierter Analysen, insbesondere Wesentlichkeits- und Treibhausgasanalysen, entscheidend. Mittlerweile beschätigen wir uns mit allen operativen Themen, die im Nachhaltigkeitsbereich anstehen. Von der Treibhausgasbilanzierung, über das Lieferantenmanegement bis hin zur Berichterstattung und Kommunikation am Produkt.
Solution
Wir unterstützen die WEKO Gruppe bei der Entwicklung und operativen Umsetzung einer ganzheitlichen und glaubwürdigen Nachhaltigkeitsstrategie, die passgenau auf das Unternehmen zugeschnitten ist. Ausgangspunkt unseres Ansatzes ist eine fundierte Analyse, in deren Rahmen wir eine Status-quo-, Wesentlichkeits-, Potenzial- und Treibhausgasanalyse durchführen, um die relevanten Themenfelder systematisch zu identifizieren. Darauf aufbauend entwickeln wir eine Nachhaltigkeitsstrategie, die im Einklang mit dem Geschäftsmodell steht, sich nahtlos in die bestehende Unternehmensstrategie einfügt und zugleich die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive berücksichtigt.
Im nächsten Schritt wurden die strategischen Zielsetzungen in konkrete Handlungsfelder überführt und in umsetzbare Maßnahmen übersetzt, die in bestehende Geschäftsprozesse integriert werden können. Dabei legen wir großen Wert darauf, vorhandene Strukturen und Lösungen gezielt zu nutzen und Synergien auszuschöpfen, unter anderem durch die Einbindung bestehender Ansätze aus der Zusammenarbeit mit der Raumschmiede GmbH. Die Umsetzung erfolgt partnerschaftlich und in enger Abstimmung mit allen relevanten Stakeholdern, um Nachhaltigkeit langfristig und wirksam im Unternehmen zu verankern.
Outcome
Das Ergebnis dieser intensiven Begleitung ist ein strategisches Fundament, das der WEKO Gruppe Sicherheit und Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld gibt. Durch die „Verlängerte Nachhaltigkeits-Abteilung“ verfügt das Unternehmen nun über eine validierte Wesentlichkeitsmatrix und eine präzise Treibhausgasbilanz, die als objektive Steuerungsinstrumente für künftige Investitionen dienen. Die WEKO Gruppe wurde damit nicht nur „Audit-Ready“ für die gesetzliche Berichterstattung, sondern hat Nachhaltigkeit als messbaren Wettbewerbsvorteil etabliert.
Über die messbaren Kennzahlen hinaus hat das Projekt eine spürbare kulturelle Veränderung bewirkt. Die aktive Einbindung der Mitarbeitenden hat das Bewusstsein für die Relevanz des Themas geschärft und die Identifikation mit den Werten des Familienunternehmens gestärkt. Die WEKO Gruppe ist heute in der Lage, ihren Fortschritt glaubwürdig und transparent zu kommunizieren, wodurch sie ihre Position als verantwortungsbewusster Marktführer festigt und gleichzeitig ihre Attraktivität für Kunden und neue Talente langfristig sichert.


Bauck-Mühle
Sparring bei Wesentlichkeitsanalyse & Nachhaltigkeitsstrategie
Challenge
Die Bauck GmbH stand vor der Aufgabe, ihre Nachhaltigkeitsarbeit strategisch zu schärfen und sich gleichzeitig frühzeitig auf die Anforderungen der CSRD vorzubereiten. Dafür musste zunächst transparent herausgearbeitet werden, welche ESG-Themen für das Unternehmen wirklich wesentlich sind, sowohl aus Wirkungsperspektive als auch mit Blick auf finanzielle Relevanz und künftige Berichtspflichten.
Gleichzeitig galt es, interne und externe Stakeholder strukturiert einzubeziehen und aus einer Vielzahl möglicher Nachhaltigkeitsthemen diejenigen Handlungsfelder zu priorisieren, die für Bauck heute und in Zukunft den größten Hebel haben.
Solution
nunc begleitete Bauck mit einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse inklusive Status-quo- und Umfeldanalyse, Stakeholder-Befragung, IRO-Bewertung und Wesentlichkeitsmatrix.
Auf dieser Grundlage wurden die wesentlichen Themen, relevante SDGs und die zentralen Handlungsfelder für die Nachhaltigkeitsstrategie abgeleitet, darunter Klimamanagement, Lieferkettenmanagement, Ressourcen- und Kreislaufmanagement sowie Unternehmensführung und -kultur.
Zusätzlich wurde ein strukturierter Fahrplan für die nächsten Schritte in Richtung CSRD-Reporting entwickelt, inklusive Datenerhebung, Zieldefinition und strategischer Verankerung.
Outcome
Für Bauck entstand eine belastbare Grundlage für die weitere Nachhaltigkeitsstrategie und die Vorbereitung auf die CSRD-Berichterstattung. Die Analyse machte sichtbar, welche Themen strategisch besonders relevant sind und wo Handlungsbedarf besteht.
Zu den priorisierten Themen gehörten insbesondere Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft, Klimawandel, eigene Belegschaft sowie Lieferkettenmanagement. Darüber hinaus zeigte sich, dass auch Biodiversität, Ökosysteme und Lebensmittelsicherheit aus Stakeholder-Sicht besondere Relevanz haben. Damit erhielt Bauck eine klare Entscheidungsgrundlage, um Nachhaltigkeit künftig gezielter zu steuern, intern zu verankern und kommunikativ sauber aufzusetzen.
Möller Manlift
Validierung der ESG-Datenoffenlegung für bessere Finanzierungsmöglichkeiten
Challenge
Möller manlift, ein mittelständischer Experte für Höhenzugangstechnik mit rund 88 Mitarbeitenden, stand vor einem entscheidenden Entwicklungsschritt. Um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und Abläufe effizienter zu gestalten, plante das Unternehmen die Verlagerung seines Hauptstandorts in einen hochmodernen Neubau. Für die Realisierung dieses Großprojekts war eine solide Finanzierung entscheidend. Die Hausbank forderte in diesem Zuge jedoch eine transparente ESG-Berichterstattung, um die Zukunftsfähigkeit und die Klimarisiken des Vorhabens bewerten zu können.
Möller manlift entschied sich daher, erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht nach dem freiwilligen VSME-Standard (Option B) aufzusetzen. Die Herausforderung dabei: Der erste Entwurf glich eher einer lückenhaften Bestandsaufnahme als einem bankentauglichen Dokument. Wichtige quantitative Kennzahlen zu Treibhausgasemissionen (Scope 1 & 2), dem exakten Wasserverbrauch und dem Abfallaufkommen fehlten oder waren nur als Platzhalter vorhanden. Zudem waren die Klimarisikoanalysen und Reduktionsziele noch zu vage formuliert, um bei einer strengen Bankenprüfung zu bestehen. Es fehlte schlichtweg der rote Faden, der die Nachhaltigkeitsbemühungen direkt mit der Kreditwürdigkeit des Unternehmens verknüpft.
Solution
Hier setzt die Zusammenarbeit mit nunc sustainability consulting an. Unser Ziel war es nicht nur, die formalen Lücken des Berichts zu füllen, sondern die gesamte Dokumentation so aufzubereiten, dass sie gegenüber Finanzinstituten maximale Glaubwürdigkeit ausstrahlt. Wir begleiteten das Unternehmen dabei, aus der bloßen Erfüllung einer lästigen Pflichtaufgabe eine echte strategische Chance zu machen.
Im ersten Schritt führten wir ein umfassendes normatives Review durch und erstellen eine GHG-konforme Treibhausgas-Bilanz für die Scopes 1 und 2. Anstatt die bestehenden Datenlücken einfach zu umschiffen, positionieren wir den Bericht bewusst als ehrliche und transparente Bestandsaufnahme. Wir übersetzen die technischen Daten in eine bankenrelevante Sprache und heben bereits bestehende Stärken hervor, wie etwa die seit 2019 erfolgreich etablierte „Greenline“-Produktreihe mit emissionsarmen Hybrid- und Elektroantrieben. Gleichzeitig integrieren wir die ambitionierten Pläne für den geplanten Neubau (u. a. Passivhausstandard, Photovoltaik und Biodiversitätsdach) direkt in das Narrativ der nachhaltigen Transformation.
Outcome
Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist ein durchdachter und belastbarer Nachhaltigkeitsbericht, der Möller manlift eine optimale Ausgangslage für die anstehenden Finanzierungsgespräche verschafft.
- Sicherheit für die Bank: Durch die transparente Analyse von Transitionsrisiken und physischen Klimarisiken erhält die Hausbank die notwendige Sicherheit für die Kreditprüfung.
- Belastbare Datenbasis: Aus einem Entwurf mit Lücken wurde ein strukturell solides Fundament nach aktuellen EFRAG-Vorgaben, inklusive einer nachvollziehbaren CO₂-Bilanzierung.
- Strategischer Fahrplan: Der Bericht fungiert nun als echtes Sprungbrett. Aus den Ergebnissen leitet das Unternehmen im nächsten Schritt eine vollständige Nachhaltigkeitsstrategie mit messbaren Zielen ab.
- Gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit: Die dokumentierte Transparenz, auch im Hinblick auf Lieferantenbeziehungen und Kreislaufwirtschaft, stärkt die Position von Möller manlift als zukunftsfähiger Partner in der gesamten Wertschöpfungskette.


GVL
Begleitung bei der CSRD-Berichterstattung
Challenge
Als große Kapitalgesellschaft steht die GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH) vor einer bedeutenden Veränderung: Ab dem Geschäftsjahr 2025 ist sie gesetzlich dazu verpflichtet, ein umfassendes Nachhaltigkeitsreporting gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu veröffentlichen. Die zentrale Herausforderung liegt darin, die komplexen regulatorischen Anforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) auf das spezifische Geschäftsmodell einer Verwertungsgesellschaft zu übertragen. Dabei gilt es, aus der Fülle an potenziellen Themen diejenigen Nachhaltigkeitsaspekte zu identifizieren, die für die GVL und ihre Stakeholder tatsächlich wesentlich sind.
Solution
Um dieser Komplexität zu begegnen, begleitete nunc die GVL in einem strukturierten Prozess bei der schrittweisen Implementierung der CSRD-Vorgaben. Den Auftakt bildete eine fundierte Status-Quo-Analyse, die vorhandene Datenlücken schließt und die GVL im Wettbewerbsumfeld positioniert. Das Herzstück der Zusammenarbeit war die doppelte Wesentlichkeitsanalyse, in der unter Einbeziehung relevanter Stakeholder ermittelt wird, welche Nachhaltigkeitsaspekte sowohl intern als auch extern die größte Wirkung entfalten. Darauf aufbauend wurde eine ganzheitliche ESG-Strategie entwickelt, die messbare Ziele und klare KPIs definiert. Ein konkreter Handlungsplan sorgte schließlich dafür, dass Nachhaltigkeit nicht nur dokumentiert, sondern durch operative Maßnahmen fest in der Unternehmenssteuerung verankert wurde, während gleichzeitig die notwendigen Berichtsstrukturen für ein prüfungsfähiges Reporting aufgebaut wurden.
Outcome
Durch die Zusammenarbeit schafft die GVL weit mehr als nur die reine gesetzliche Compliance. Das Ergebnis ist ein belastbares Fundament für eine proaktive Nachhaltigkeitssteuerung, die über das Jahr 2025 hinaus Bestand hat. Mit den neu geschaffenen Strukturen ist die GVL in der Lage, ihre Fortschritte in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance transparent und glaubwürdig nach außen zu kommunizieren. So stärkt das Projekt nicht nur die strategische Klarheit innerhalb der Organisation, sondern festigt auch das Vertrauen der Mitglieder und Partner in eine zukunftsfähige und verantwortungsvolle GVL, die ihre Rolle in der Kultur- und Kreativwirtschaft nachhaltig wahrnimmt.
VDF & Bayern-Fass
Berechnung des CCF und Entwicklung eines PCF-Tools für den Verband
Challenge
Die Bayern-Fass-Gruppe, als der Mitglied des Verband der deutschen Fass- und Industrieverpackungsrekonditionierung e.V. i agiert als einer der Marktführer in einem Sektor, der von Natur aus nachhaltig ist: der Rekonditionierung von Industrieverpackungen. Trotz dieses ökologischen Geschäftsmodells stand das Unternehmen vor der Herausforderung, dass die tatsächlichen CO2-Einsparungen gegenüber Neuware bisher eher auf Schätzungen als auf harten, wissenschaftlich validierten Daten beruhten. Mit dem wachsenden Druck durch die CSRD-Berichtspflicht sowie steigenden Anforderungen von Großkunden aus der Chemie- und Mineralölindustrie reichte ein allgemeines Nachhaltigkeitsversprechen nicht mehr aus.
Die zentrale Problematik lag in der Komplexität der Datenbeschaffung über mehrere Standorte hinweg. Es galt, die Emissionen nicht nur für den eigenen Betrieb (Scope 1 und 2) zu bestimmen, sondern auch die weitaus komplexeren vor- und nachgelagerten Prozesse in der Lieferkette (Scope 3) zu durchleuchten. Das Ziel war es, eine belastbare methodische Grundlage zu schaffen, die sowohl intern als strategisches Steuerungsinstrument dient als auch extern die Wettbewerbsfähigkeit durch zertifizierbare Transparenz sichert.
Solution
Um diese Transparenz zu schaffen, implementierten wir einen ganzheitlichen Prozess zur Erstellung einer Treibhausgasbilanz für das Jahr 2024 nach dem international anerkannten GHG Protocol Standard. In einem ersten Schritt definierten wir die organisatorischen und operativen Systemgrenzen, um sicherzustellen, dass alle relevanten Standorte der Gruppe einbezogen werden. Durch eine Serie von Workshops sensibilisierten wir die Verantwortlichen vor Ort und starteten die Datenerhebung strukturiert. Dabei erfassten wir Energieverbräuche, Kraftstoffe und Kältemittel für die direkten Emissionen ebenso wie die komplexen Datenströme der Logistik und der Materialbeschaffung für Scope 3.
Ein weiterer Schwerpunkt der Lösung lag auf der Entwicklung eines spezifischen PCF-Tools (Product Carbon Footprint) für den Verband VDF. Dieses ermöglicht es u.A. der Bayern-Fass-Gruppe, den ökologischen Fußabdruck einzelner Produkte präzise zu kalkulieren. Durch den Aufbau eines maßgeschneiderten Carbon-Accounting-Tools schafften wir die Basis, um die erhobenen Verbrauchsdaten mit wissenschaftlich fundierten Emissionsfaktoren zu verknüpfen. Dies erlaubt es den Mitglieds-Unternehmen, die Ergebnisse grafisch nach Scopes, Standorten und Unternehmenseinheiten differenziert auszuwerten und so die größten Hebel für Reduktionsmaßnahmen zu identifizieren.
Outcome
Das Ergebnis des Projekts ist eine vollständige und audit-fähige Treibhausgasbilanz, die der Bayern-Fass-Gruppe eine klare objektive Sicht auf ihre Emissionsprofile gibt. Der wichtigste Erfolg ist die Fähigkeit, den Kunden nun exakte THG-Einsparungen kommunizieren zu können. Dies ist ein entscheidender Marktvorteil, da Kunden diese Daten für ihre eigene Scope-3-Bilanzierung zwingend benötigen. Die Bayern-Fass-Gruppe hat sich damit vom reinen Dienstleister zum strategischen Partner für die Dekarbonisierung ihrer Kunden entwickelt.
Neben der externen Wirkung liefert das Projekt intern einen klaren Fahrplan für den Klimaschutz. Durch die Identifikation der Hauptemissionsquellen (Hotspots) können nun gezielte Investitionen, beispielsweise in erneuerbare Energien oder effizientere Logistikrouten, getätigt werden. Zudem ist das Unternehmen nun bestens auf die kommenden gesetzlichen Berichtspflichten vorbereitet. Mit dem PCF-Tool wurde zudem aufgezeigt, wie VDF-Mitglieder künftig auf Knopfdruck produktbezogene Umweltkennzahlen liefern kann, was die Glaubwürdigkeit der Marke stärkt und Greenwashing-Risiken effektiv ausschließt.


BMWK & ESF
Projektumsetzung "GERN-Resilienznetzwerk A3"
Challenge
Viele Unternehmen und Organisationen in der Wirtschaftsregion Augsburg (A3) stehen vor der gewaltigen Aufgabe, ökologische und soziale Transformationen in ihren Kernprozessen zu verankern. Die Ergebnisse des Nachhaltigkeitsmonitors der Region verdeutlichen jedoch eine kritische Diskrepanz: Während das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wächst, geben über 70 % der Organisationen an, dass ihnen die personellen Kapazitäten für eine effektive Umsetzung fehlen. Zudem herrscht eine spürbare Unsicherheit in Bezug auf das nötige Fachwissen und den Zugriff auf bewährte Best Practices.
Viele Unternehmen agieren als Einzelkämpfer und stoßen im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Leistungsdruck und dem Wunsch nach einer werteorientierten Unternehmenskultur an ihre Grenzen. Es fehlte bisher an einer belastbaren Struktur, die Wissen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern durch Vernetzung und gegenseitige Unterstützung eine echte regionale Resilienz gegenüber globalen Krisen und demografischem Wandel aufbaut.
Solution
Mit dem Projekt GERN (Gemeinwohl, Engagement, Resilienz und Nachhaltigkeit) schaffen wir gemeinsam mit der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH eine Plattform, die genau diese Lücken schließt. Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie den Europäischen Sozialfond (ESF), zielt das Vorhaben darauf ab, die regionale Wirtschaft durch Kooperation krisenfest zu machen. Das Herzstück der Lösung ist ein systematischer Ansatz, der Resilienz in fünf Dimensionen denkt: ökologisch, sozial, ökonomisch, technologisch sowie innerhalb der Lieferketten.
Anstatt isolierter Einzelberatungen setzt GERN auf ein dynamisches Netzwerkformat. Durch gezielte Maßnahmen wie moderierte Austauschrunden, Wissenstransfer-Events und die Bereitstellung praxiserprobter Methoden werden die teilnehmenden Organisationen befähigt, von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Ergänzt wird dies durch moderne digitale Komponenten: Eine Community-Plattform und ein spezielles Resilienz-Tool ermöglichen den Organisationen einen niederschwelligen Zugang zu Wissen und den direkten Austausch mit Gleichgesinnten. Das Projekt fungiert als Katalysator, der die individuellen Stärken der regionalen Akteure bündelt und in eine gemeinschaftliche Strategie für nachhaltiges Wachstum überführt.
Outcome
Langfristig sichert "GERN-Resilioenznetzwerk A3" nicht nur die Zukunftsfähigkeit der einzelnen Unternehmen, sondern stärkt die gesamte Region A3 als attraktiven Wirtschaftsstandort. Die geschaffenen Strukturen fördern eine Kultur der Zusammenarbeit, die über das Projektende hinaus Bestand hat. Die Organisationen sind nun besser darauf vorbereitet, auf unvorhersehbare Störungen flexibel zu reagieren und gleichzeitig ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. GERN hat damit bewiesen, dass wirtschaftliche Stabilität und Gemeinwohlorientierung Hand in Hand gehen, wenn sie auf einem Fundament regionaler Solidarität und technologischen Fortschritts stehen.
Testimonials
Was unsere Kunden an der Zusammenarbeit schätzen
Partnerschaftlich, praxisnah und fachlich fokussiert.
Wir arbeiten auf Augenhöhe mit Ihnen. Verlässlich, klar und mit Fokus auf pragmatische Lösungen, die im Tagesgeschäft funktionieren. Mit tiefem Verständnis für ESG-Themen und die Herausforderungen des Mittelstands übersetzen wir komplexe Anforderungen in verständliche Maßnahmen und machen Sie handlungsfähig.
„Die Zusammenarbeit mit nunc war durch-weg positiv und bereichernd. Das Team mit Laurin und Lukas überzeugte durch fachliche Expertise, klare Kommunikation und ein tiefes Verständnis für nachhaltige Lösungsansätze. Besonders schätzen wir den praxisnahen Ansatz und die partnerschaftliche Zusammenarbeit.“
„Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe und das professionelle Sparring sind für uns bei der Erarbeitung unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung und -strategie super wertvoll.“
„nunc war der ideale Partner für die Erstellung unserer ersten Treibhausgas-Bilanz. Die hybride Zusammenarbeit ermöglichte uns praxisnahe Schulungen und schnelle Abstimmungen – und nun sind wir in der Lage, unsere Emissionen eigenständig zu erfassen.“
„Die gesamte Bandbreite der Nachhaltigkeitsthemen, von der Darstellung auf der Webseite bis hin zu den komplexen Berichts-mechanismen, wurde durch den engen Austausch mit nunc greifbar. Die Zusammenarbeit war von Beginn an klar, verlässlich, vertrauensvoll und zielgerichtet.“



